Zürich · Switzerland
Grosses Kino am Adlisberg: Zu Gast im The Restaurant
Grosses Kino am Adlisberg: Zu Gast im The Restaurant
The RestaurantRestaurant
Essen
5.0
Service
5.0
Ambiente
5.0
Weinkarte
5.0
4.6
136 Bewertungen
🕐 Öffnungszeiten ▾
- Monday: Closed
- Tuesday: Closed
- Wednesday: 7:00 – 10:00 pm
- Thursday: 12:00 – 2:00 pm, 7:00 – 10:00 pm
- Friday: 12:00 – 2:00 pm, 7:00 – 10:00 pm
- Saturday: 7:00 – 10:00 pm
- Sunday: Closed
Highlights
- ✦Das Menü im Restaurant ist fabelhaft
- ✦Service
- ✦Sommelier
- ✦Zalto :)
- ✦Krug :)
- ✦Der Speisesaal ist wunderschön
- ✦Das Team ist fantastisch
- ✦Einladende Atmosphäre
- ✦Super präzises und exzellentes Kochen
Tiefpunkte
- ▾Das Dessert war ein wenig langweilig
- ▾Der Rindfleisch-Hauptgang war okay
Wenn Du auf der Suche nach einem Abend bist, der Eleganz, handwerkliche Perfektion und eine Prise Grand-Hotel-Magie vereint, dann führt in Zürich kein Weg am Adlisberg vorbei. Mein jüngster Besuch im Dolder Grand hat mir einmal mehr gezeigt, dass dieses Haus seinen legendären Ruf völlig zu Recht geniesst. Es war ein rundum prachtvoller Abend, der mich glücklich und hochzufrieden in die Zürcher Nacht entlassen hat.
Lage & Geschichte
Hoch über den Dächern von Zürich, eingebettet in die waldreiche Idylle des Adlisbergs im noblen Zürichberg-Quartier, thront das legendäre Luxushotel The Dolder Grand. Das historische Hauptgebäude wurde zwischen 1897 und 1899 nach den Plänen des Basler Architekten Jacques Gros im damals populären Schweizer Holzbaustil als Kurhaus errichtet. Nach einer spektakulären Modernisierung durch das weltberühmte britische Architekturbüro Foster + Partners unter der Leitung von Lord Norman Foster feierte das Haus im April 2008 seine Wiedereröffnung, bei der auch das Fine-Dining-Konzept unter dem schlichten Namen "The Restaurant" lanciert wurde. Schon beim Betreten wirst Du von Salvador Dalís monumentalem Kunstwerk "Femmes métamorphosées – Les sept arts" begrüsst – ein wahrlich gezellig Empfang für Kunst- und Kulturliebhaber.
Der Küchenchef
Seit der Wiedereröffnung im Jahr 2008 prägt der deutsche Spitzenkoch Heiko Nieder als Culinary Director die kulinarische Linie des Hauses. Seine Ausbildung absolvierte er im renommierten Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg, gefolgt von prägenden Stationen bei kulinarischen Grössen wie Josef Viehhauser im Le Canard und Dieter L. Kaufmann in der Traube in Grevenbroich. Nieder ist bekannt für ein breites Aromenspektrum, das klassische französische Grundlagen präzise mit modernen, oft asiatisch inspirierten Akzenten kombiniert. Seine präzise Handwerkskunst brachte dem Restaurant bereits seit 2011 ununterbrochen zwei Michelin-Sterne und die Höchstnote von 19 Gault&Millau-Punkten ein.
Ambiente
Der Speisesaal ist schlichtweg wunderschön, super sauber und strahlt eine zeitlose Eleganz aus. Durch die grosszügigen Fensterfronten geniesst Du einen atemberaubenden Panoramablick über Zürich, den See und den im Hintergrund aufragenden Üetliberg. Hier oben fühlt man sich sofort willkommen und wunderbar aufgehoben – ein Ort, der den Alltag augenblicklich vergessen lässt.
Service
Der Service agiert absolut spitze: freundlich, aufmerksam, korrekt und überaus sympathisch. Ich nenne das gerne "Schickimicki mit einem Lächeln" – hochprofessionell, aber ohne jede Steifheit, sodass Du Dich zu jeder Sekunde wohlfühlst. Ein wunderbares Detail für Hundebesitzer: Wenn Du vorab anrufst, darf sogar ein gut erzogener kleiner Vierbeiner mitgebracht werden. Beim nächsten Mal wird mich meine Hündin Lilly definitiv begleiten!
Essen & Wein
Kulinarisch bewegt sich das Menü auf einem extrem hohen Niveau. Heiko Nieders Küche ist fachlich top de top, super präzise und handwerklich fehlerfrei. Jeder Teller ist optisch wunderschön angerichtet, die Strukturen und Komponenten greifen perfekt ineinander. Wenn ich auf hohem Niveau jammern müsste: Der Rindfleisch-Hauptgang mit Rande war für mich das schwächste Glied der herzhaften Gänge, und die beiden Desserts kamen visuell ein wenig langweilig daher, obschon sie geschmacklich tadellos waren. Es fehlt vielleicht der ganz grosse, experimentelle Wumms, aber das war im Dolder auch nie das Ziel – hier regiert die pure, klassisch-moderne Perfektion. Ein echtes Highlight war das Weinerlebnis. Die Sommelière berät mit unglaublicher Passion und grosser Expertise. Getrunken wird stilvoll aus Zalto-Gläsern, und die Weinkarte lässt keine Wünsche offen. Ja, die Preise sind, nennen wir es mal, ein wenig "naughty" – aber wir befinden uns schliesslich in einem der besten Häuser der Schweiz. Nou nou, Qualität hat eben ihren Preis.
Guides & Presse — meine Sicht
Die Fachpresse lobt das Haus regelmässig in den höchsten Tönen und sieht die Küche oft an der Schwelle zum dritten Stern. Dem stimme ich im Grossen und Ganzen absolut zu. Kritikpunkte anderer Tester, wie etwa wackelige Tischplatten, konnte ich bei meinem Besuch nicht ausmachen. Wo die Presse den exzellenten Service und das grandiose Ambiente hervorhebt, gehe ich vollkommen d'accord. Wer eine hochpräzise, extrem korrekte Küche schätzt und auf allzu wilde kulinarische Abenteuer verzichten kann, wird hier vollends glücklich.
Fazit
Das "The Restaurant" im Dolder Grand ist für mich derzeit der beste Zweisterner in Zürich. Mit seiner traumhaften Lage, dem fantastischen Team und einer handwerklich makellosen Küche bietet es ein rundum luxuriöses Erlebnis, das jeden Franken wert ist. Eine ganz klare, warme Empfehlung für Deinen nächsten besonderen Abend!
The Good, the Bad & the Ugly
Was ich vor und nach meinem Besuch in der Presse und online über diese Adresse gelesen habe — hier kurz zusammengefasst, damit du meine Eindrücke einordnen kannst.
The Good
- ✦Die kreative Aromenküche von Heiko Nieder wird für ihre präzisen, überraschenden Geschmackskombinationen und die handwerkliche Perfektion gelobt, die regelmässig an der Grenze zum dritten Michelin-Stern kratzt.[2][4]
- ✦Das stilvolle, elegante Ambiente im Dolder Grand besticht durch grosszügige Tische, einen imposanten, gläsernen Weinkubus und einen spektakulären Blick über Zürich und den See.[2][3][4]
- ✦Der Service agiert mit der Präzision eines Schweizer Grandhotels, bleibt dabei jedoch angenehm entspannt, warm und keineswegs steif.
- ✦Das mittags angebotene Amuse-Bouche-Menü wird als hervorragender, spannender Querschnitt der Küche und als eines der besten Fine-Dining-Angebote Zürichs empfohlen.[2][5]
The Bad
- ▾Die Weinkarte ist extrem hochpreisig kalkuliert, bietet kaum Optionen unter 100 CHF und weist deutliche Aufschläge im Vergleich zum Einzelhandel auf.[5]
- ▾Beim Ablauf des mehrgängigen Menüs kann es in der zweiten Hälfte zu spürbaren zeitlichen Verzögerungen kommen.[4]
- ▾Kritik gab es im Detail für Mängel bei der Ausstattung, wie etwa eine wacklige Tischplatte, die dringend ausgetauscht werden müsste.